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Qual der Wahl

Sonntag, 23. März 2008

Support ist Hilfe zur Selbsthilfe. Wir können in vielen Fällen den Kunden nur sagen was sie theoretisch alles machen können aber nicht was sie praktisch letzten Endes machen müssen um ihr Ziel zu erreichen.

“Guten Tag, ich wollte mal etwas fragen. Ich kann ja hier diese Filterregeln für email anlegen, was trage ich denn da ein bei “Name der Filterregel”?”
“Den Namen können sie frei wählen, das dient ihnen nur zur Unterscheidung der einzelnen Regeln.”
“Mhm, und was schreib ich da hin?”
“Wie gesagt, sie haben da die freie Wahl, sie können sich da einen Namen ausdenken. Das soll ihnen nur helfen verschiedene Regeln zu unterscheiden.(??)”
“Gut, also ich bekomme ja so verschiedene mails die ich nicht haben will. Was soll ich denn da bei den Regeln auswählen? Text, Betreff oder Absender?”
“Das hängt davon ab was sie filtern wollen, nach Schlagworten die in der Mail enthalten sind oder wenn die mail von einem bestimmten Absender kommt. Sie können die Regeln auch beliebig kombinieren.”
“Ja, und was nehm ich da?”
“Das kann ich ihnen nicht sagen, da ich ja nicht weiss welche mails sie filtern möchten und nach welchen Gesichtspunkten. Zum Beispiel wenn sie mails bekommen wo solche online-Casinos beworben werden, dann markieren sie Text oder Betreff und tragen Casino ein.”
“Und was schreibe ich dann bei dem Namen hin?”
“Am besten einen Namen der ihnen einen Hinweis gibt was der Filter macht.(???)”
“Ja und was trag ich da dann ein??!!”
“Das hängt davon ab was die Regel bezweckt, die meistverwendeten Namen sind Spam, Privat und Geschäftlich.(????)”
“Also trag ich da dann Spam ein?”
“Wenn es denn eine Regel ist mit der sie Spam filtern wollen, dann ja.(?????)”
“Dann trag ich da jetzt Spam ein?”
“Ja, tragen sie da Spam ein!”
“Warum sagen sie dann dass ich mir das aussuchen kann?”
………(WTF??????)

Ich frag mich nur, was machen solche Menschen bei einer Wahl wenn mehr als 1 Partei zur Wahl steht?

Geschrieben von in Allgemein | Kommentare (5) |

Agents Deadlist II

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Die Liste der störendsten Dinge am Telefon wird nun um den Pawlowschen Reflex erweitert:

Jede Berufsgruppe hat wohl eigene Reizwörter und -phrasen, die sie gar
nicht gerne aber dafür umso öfter hört und die deswegen einen gewissen
Widerwillen auslösen. Hier einige die es bei uns sind:

  • Wenn man dem Kunden erklärt dass und wo der Fehler am Computer liegt:
    “Aber das hat gestern noch funktioniert!”
    Wenn ein Computer einen Tag äuft ist das als Garantie zu verstehen, dass der auch die nächsten 10 Jahre funktioniert. Computer werden schliesslich für die Ewigkeit gebaut.
  • Wenn man dem Kunden erklärt dass man etwas nicht machen kann/darf:
    “Dann kündige ich den Vertrag!”
    Der Kunde ist König und dem hat man schliesslich alle Wünsche zu erfüllen, egal ob sie gegen die Dienstvorschriften des Agents, die AGB des Providers, die Gesetze der Bundesrepublik oder die Gesetze der Physik verstossen.
  • Wenn man dem Kunden erklärt dass man etwas nicht machen kann/darf 2:
    “Bei (anderer Provider) geht das!”
    In einer Beziehung schafft das schliesslich auch Harmonie, wenn man der Freundin von den Vorzügen der Ex erzählt, das Prinzip ist sicher auch hier anwendbar.
  • Wenn man dem Kunden erklärt dass man etwas nicht machen kann/darf 3:
    “Dann verbinden sie mich mit jemandem der das kann!”
    Immer dran denken, ALLES ist möglich. Man muss nur beharrlich bleiben, bis man endlich Gandalf oder David Copperfield persönlich an der Leitung hat.
  • Wenn man dem Kunden erklärt dass etwas nicht funktionieren kann:
    “Das hab ich immer schon so gemacht und es hat funktioniert!”
    Also das interne, analoge Modem im Laptop war immer schon über ein Cat5-Kabel direkt mit der NTBA verbunden und sie haben sich über eine Breitbandverbindung mit dem WANMiniport eingewählt? Wer bin ich, dass ich daran zweifle…
  • Wenn man dem Kunden erklärt dass sein Vorschlag nicht funktionieren wird:
    “Beim letzten Mal hat das aber geholfen!”
    Beim letzten Mal hat der Linereset geholfen die Leitung wieder synchron zu bekommen, ok. Wir machen auch gerne noch einen sobald sie das DSL-Modem mit dem Kurzschluss gegen ein funktionierendes ausgetauscht haben.
  • Wenn man das Gespräch annimmt:
    “Sie, hearns amoi!”
    Liebe Bayern, ihr seid uns trotzdem sympathisch solange ihr gutes Bier braut. ;)

Geschrieben von in Agent-Phantasien | Kommentare (8) |

Selektive Wahrnehmung

Donnerstag, 25. Oktober 2007

“Guten Tag ich habe eine Frage zum Anschluss mit dieser Rufnummer (Rufnummer).”
“Ja, was kann ich denn für sie tun?”
“Also der Anschluss ist in einer Wohnung die ich vermiete. In 2 Monaten zieht der Nachmieter ein und der möchte unbedingt, dass das DSL nahtlos weiterläuft, kann der die Leitung übernehmen?”
“Prinzipiell ist die ß“bernahme eines DSL-Anschlusses möglich, wenn wir dazu einen schriftlichen Auftrag vom Vertragspartner, also ihrem Mieter bekommen und der den Vertrag beim Umzug nicht ‘mitnehmen’ will.”
“Die Wohnung gehört aber mir.”
“Ja, aber der Vertrag für den Anschluss wurde mit ihrem Mieter abgeschlossen. Am Besten sie bitten ihren Mieter die Änderung per Fax oder Post bei uns zu beantragen.”
“Gut, haben sie eine Faxnummer wo ich das beantragen kann?”
Die Faxnummer ist (Faxnummer), aber wie gesagt, dass muss ihr Mieter beantragen, falls er den Vertrag nicht mitnehmen will.”
“Können Sie mir das schriftlich bestätigen, dass das weiterläuft?”
“Unsere Vertragsabteilung wird eine schriftliche Bestätigung für die Vertragsänderung an ihren Mieter schicken.”
“Also, Sie können mir das gar nicht schriftlich garantieren…?”
“Wie gesagt, unser Vertragspartner ist ihr Mieter, wir können Dritten keine Bestätigungen oder Auskünfte irgendwelcher Art erteilen.”
“Na gut, wenn sie mir das nicht garantieren können werde ich eben kündigen und einen anderen Provider suchen!!”

Auf die Diskussion warum ER den Vertrag nicht kündigen kann habe ich mich dann nicht mehr eingelassen und mich einfach verabschiedet.

Geschrieben von in Gibt's nicht,Wiedergekautes | Kommentare (4) |

SpamSpamSpamSpam

Sonntag, 15. Juli 2007

Spam ist schon lästig, besonders wenn die Spamfilter versagen – oder wenn man für seinen Spam dank Trojaner selbst verantwortlich ist. Blöd auch, wenn man lieber hinterhältig unkooperativ schimpft, anstatt sich helfen zu lassen. Aber durch Schmerzen lernt man bekanntlich auch…

“Guten Tag, was kann ich für Sie tun?”
“Ich will mich über diesen scheiss Spam beschweren, ich hab jetzt schon alles auf hoch gestellt aber ich hab schon wieder 94 Spammails!!”
“Was genau haben sie denn auf hoch gestellt, den Spamschutz vom Antivirus?”
“Nein, Ihren Spamfilter, der nie funktioniert, das Mistding!!!! Ich krieg’ immer noch Spam, immer vom selben. Den hab ich schon dem Antispam-Team gemeldet!!!”
“Es ist immer derselbe Absender? Wenn der dem Spamteam bekannt ist wird der auch entsprechend im Filter eingetragen.”
“Dann funktioniert Ihre Scheiss-Software nicht, dann muss die mal wer reparieren!!”

An der Stelle hab ich mit dem Kunden gemeinsam, unter diversem Gezeter und Beteuerungen des Unwillens des Kunden hier “unsere” Fehler zu beheben, die Einstellungen vom postfachseitigen Spamfilter kontrolliert. Tatsächlich war alles auf hoch gestellt, der Kunde hatte sogar die kostenpflichtige, verbesserte Version des Spamfilters.

“Wie lautet denn die E-Mail-Adresse die Ihnen den Spam schickt?”
“Irgendwas mit Server und .ru, und dann so ne Zahl, immer ‘ne andere. Da war ich noch nie, ich habe nichts mit dem zu tun!!”
“Immer eine andere Zahl? Also doch eine andere Adresse jedes Mal?”
“Nein, immer derselbe, hundertmal am Tag!!!!! Irgendein mahler, mehle… und dann dehli feri-irgendsowas.”
“Vielleicht ‘Mailer Daemon: Mail delivery failed’?”
“Ja, genau!”
“Haben Sie einen aktuellen Virenscanner und eine Firewall auf dem PC?”
“Habe ich.”
“Ok, Herr (Kundenname), schreiben Sie doch bitte diesen Sachverhalt mal an unser Abuse-Team, die sind in so einem Fall der beste Ansprechpartner.”
“Das mache ich, danke.”

(Das die ihm erst mal das Postfach schliessen werden, wegen dem Trojaner auf seinem System hab ich vergessen zu erwähnen)

Geschrieben von in Mysterium: Internet | Kommentare (4) |