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Das steht mir nicht zu

Samstag, 11. Oktober 2008

Dass es Dinge gibt, die ich noch nie erlebt habe, hätte ich mir echt nicht mehr träumen lassen.
Aber die Kunden belerehn einen immer wieder eines Besseren:

“Guten Tag, mein (Name und die Kundennummer), sagen Sie mal, ist der Vertrag nicht längst gekündigt?”
“Warten Sie, da schaue ich gleich mal nach… Ja, ist vorgestern erledigt.”
“Aber ich habe da noch so komische Kontobewegungen und eine Rechnungen, können Sie mir die bitter erklären?”

Der Kunde hatte Glück: Er hatte innerhalb eines Testzeitraumes bestellt, wo er keine Rechnung bekommt, bzw. die Rechnung ein Guthaben enthält, sodass der Rechnungsbetrag bei Null Euro bleibt.
Innerhalb des Testzeitraumes kann er den Vertrag zu sofort stornieren.
Aus einem mir noch nicht klar erkennbaren Grunde hat aber seine Vertragsstornierung das System veranlasst, die Rechnung (mit dem Guthaben und dem Betrag Null) zu stornieren, mit dem Ergebnis, Tralalala: Das Guthaben wurde ihm auf sein Konto überwiesen.
Nicht schlecht. Für Vertrag testen, stornieren auch noch Geld bekommen.

Ich wollte ihn schon beglückwünschen, dass das System einen Fehler zu seinen Gunsten verursachte…

“Nene Junger Mann, das kann und will ich so nicht akzpetieren.”
“Bitte?!”
“Das Geld steht mir nicht zu. Ich möchte, dass Sie das sofort wieder abbuchen.”

OK, moralisch richtig, ethisch korrekt, vorbildlichst und überhaupt sehr nett. Aber warum der Kunde zum Provider?!? ;)

Geschrieben von in Allgemein | Kommentare (6) |

Wie mans macht…

Samstag, 11. Oktober 2008

Dem einen oder anderen Leser wird sicher nicht entgangen sein, dass, wenn ich es für angebracht halte, gerne auch der Kunde bei mir den Kürzen zieht.

Aber da, wie schon geschrieben, ich einen neuen Job habe, versuche ich mich natürlich nun erstmal von meiner kundenfreundlichsten und kulantest-möglichsten Seite zu präsentieren.

Ich habe mich erweichen lassen und dem Kunden eine Kulanzkündigung zu sofort (Adv.; drückt aus, dass sich die Handlung unmittelbar an eine andere, sich aus Zusammenhang und Situation ergebende Handlung anschließt und somit in kürzester Zeit folgt. [Quelle]) versprochen.

Nun hat mich vorhin ein Kollege angestoßen: “Eh, du hör mal, da ist der Kunde (Kundenname) und eskaliert, da seine Domains plötzlich nicht mehr erreichbar sind. Er meint, dass man nach der Kündigung die Sachen ruhig noch hätte ein paar Monate offen lassen können”.

Ja sicher. Gibt man ihnen den kleinen Finger… gerne stornieren wir den Vertrag, lassen ihn aber noch benutzbar solange es gewünscht wird. Ich glaube allzu’ lange werde ich meine kulante Seite nicht hochhalten können ;)

Geschrieben von in Wiedergekautes | Kommentare (2) |