Router stehen immer irgendwo. Und mit irgendwo meine ich einen ferne Orte, wo der Kunde nicht hin kommt, oder hin will. Im Idealfall steht das Gerät normalerweise direkt irgendwo in der Nähe des Telefonanschlusses; Dieser befindet sich jedoch gerne im Keller oder hinter der Couch.
Da war ich froh, dass der letzte Kunde von mir den Telefonanschluss frei zugänglich gemacht hat. Wir hatten freie Bahn. Dachte ich.

„So, wir sind da. Die Kabel wollten Sie wissen? Also hier kommt eine Strippe in die Telefondose. Die geht dann zum Splitter.“
„Vielen Dank, so muss das aussehen. Vom Splitter müssten jetzt noch 2 Kabel abgehen, richtig?“
„Richtig. Eins geht hier ins Telefon. Das andere… geht wieder in die Wand.“
„Wie, geht wieder in die Wand? Wo genau?“
„Ja. In die Wand. Also quasi zum Router.“

Kunden meinen komische Dinge, wenn sie etwas sagen. Vielleicht wollte er technisch korrekte Begriffe verwenden und er spielt auf eine Firewall an. Nach ein paar Frage-Antwort-Spielchen jedoch verhärtet sich der Verdacht:

„Wer hat denn die erste Installation vorgenommen?“
„Na Ich, deswegen rufe ich ja an. Hat alles geklappt. WLAN hat funktioniert die ganze Zeit. Und damit das Gerät nicht hier rumsteht habe ich es in die Wand eingelassen und drumrum geputzt.“

Der Nobelpreis war schon vergeben, ne? Schade, ich hätte jetzt noch heine Nominierung gehabt…

„Oh, das ist schade. Denn jetzt müssten wir an das Gerät heran. Melden Sie sich bitte wieder, sobald Sie das Gerät aus der Wand befreit haben.“