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SpamSpamSpamSpam

Sonntag, 15. Juli 2007

Spam ist schon lästig, besonders wenn die Spamfilter versagen – oder wenn man für seinen Spam dank Trojaner selbst verantwortlich ist. Blöd auch, wenn man lieber hinterhältig unkooperativ schimpft, anstatt sich helfen zu lassen. Aber durch Schmerzen lernt man bekanntlich auch…

“Guten Tag, was kann ich für Sie tun?”
“Ich will mich über diesen scheiss Spam beschweren, ich hab jetzt schon alles auf hoch gestellt aber ich hab schon wieder 94 Spammails!!”
“Was genau haben sie denn auf hoch gestellt, den Spamschutz vom Antivirus?”
“Nein, Ihren Spamfilter, der nie funktioniert, das Mistding!!!! Ich krieg’ immer noch Spam, immer vom selben. Den hab ich schon dem Antispam-Team gemeldet!!!”
“Es ist immer derselbe Absender? Wenn der dem Spamteam bekannt ist wird der auch entsprechend im Filter eingetragen.”
“Dann funktioniert Ihre Scheiss-Software nicht, dann muss die mal wer reparieren!!”

An der Stelle hab ich mit dem Kunden gemeinsam, unter diversem Gezeter und Beteuerungen des Unwillens des Kunden hier “unsere” Fehler zu beheben, die Einstellungen vom postfachseitigen Spamfilter kontrolliert. Tatsächlich war alles auf hoch gestellt, der Kunde hatte sogar die kostenpflichtige, verbesserte Version des Spamfilters.

“Wie lautet denn die E-Mail-Adresse die Ihnen den Spam schickt?”
“Irgendwas mit Server und .ru, und dann so ne Zahl, immer ‘ne andere. Da war ich noch nie, ich habe nichts mit dem zu tun!!”
“Immer eine andere Zahl? Also doch eine andere Adresse jedes Mal?”
“Nein, immer derselbe, hundertmal am Tag!!!!! Irgendein mahler, mehle… und dann dehli feri-irgendsowas.”
“Vielleicht ‘Mailer Daemon: Mail delivery failed’?”
“Ja, genau!”
“Haben Sie einen aktuellen Virenscanner und eine Firewall auf dem PC?”
“Habe ich.”
“Ok, Herr (Kundenname), schreiben Sie doch bitte diesen Sachverhalt mal an unser Abuse-Team, die sind in so einem Fall der beste Ansprechpartner.”
“Das mache ich, danke.”

(Das die ihm erst mal das Postfach schliessen werden, wegen dem Trojaner auf seinem System hab ich vergessen zu erwähnen)

Geschrieben von in Mysterium: Internet | Kommentare (4) |

E-Mail-Postfach löschen

Sonntag, 15. Juli 2007

Wir helfen ja gern, wenn wir wissen, was der Kunde will. Leider wissen einige es selber nicht.

“Hallo, ich will meine E-Mail-Adresse löschen.”
“Was meinen Sie mit löschen?”
“Ja, sie soll weg sein, ich will sie nicht mehr haben.”
“Nun… Sie könnten Ihre E-Mail-Adresse ändern und einfach nicht mehr abrufen; ‘Richtig’ löschen geht leider nicht.”
“Nein, nein. Sie verstehen mich nicht. Ich will mit (Provider) nichts mehr zu tun haben!”
“Achsoo… Sie meinen kündigen?”
“Lassen Sie mich mit Ihrem Fachchinesisch in Ruhe.”

Geschrieben von in Schnipsel | Kommentare (4) |

Einfach mal versuchen

Donnerstag, 12. Juli 2007

Wie schon mehrmals angedeutet sind wir eine technische Hotline für einen Provider und keiner allerwelts-PC-Hotline. Trotzdem versuchen viele Kunden uns als diese zu mißbrauchen:

“Und dann kommt immer der Fehler: ‘(Kryptischer Windows-Fehler)’. Was kann man da tun?”
“Nun… da kann ich ihnen hier nicht weiterhelfen. Damit wenden Sie sich bitte an den Hersteller Ihres Betriebssystemes.”

Ja, ich weiß, ich könnte auch sagen, dass er Micorosft anrufen soll. Aber ich bin gerne so beschissen neutral! Ich will nicht mehr für den Kunden denken als unbedingt nötig. Aber der Kunde ist auch nicht dumm:

“Wie was? Das verstehe ich nicht. Ich möchte doch Ihr Produkt nutzen. Sie sollten doch allein aus Eigeninteressere heraus sicherstellen, dass das bei mir auch funktioniert, oder?”
“Herr (Kundenname), ich verstehe Ihr Anliegen voll und ganz. Allerdings weise ich an dieser Stelle darauf hin, dass (Provider) die Funktionalität allein bei den eigenen Produkten sicherstellen kann und wird. Sollte es Probleme mit Produkten Dritter geben, ist es produktiver sich direkt an diese zu wenden.”

“Sie weigern sich?”
“Ja, allerdings. Wenns mit Ihrem PC nicht klappt, müssen Sie ihn reparieren lassen. Natürlich haben wir ein Interesse, dass es klappt – aber wir kaufen Ihnen dennoch keinen PC falls ihnen dieser bei Vertragsabschluss fehlen sollte. Genausowenig helfen wir bei Fremdproblemen. Jetzt klar?”
“Ja. Tschüss.”

Na denn.

Geschrieben von in Wiedergekautes | Kommentare (4) |

Mißbrauch der E-Mail-Adresse

Mittwoch, 11. Juli 2007

“Sie müssen eine E-Mail-Adresse sperren!”
“Welche denn?”
“Na, meine.”
“Wieso?”
“Immer bestellt jemand über diese Adresse. Aber das bin ich nicht. Sie müssen da etwas tun!”
“Nun ja. Wenn jemand ihre Adresse für Bestellungen auf Internetseiten verwendet können wir erstmal nichts dagegen tun. Alternativ könnten Sie die Adresse auch ändern.”
“Meinen Sie das hilft?”
“Klar. Dann weiss derjenige, der mit Ihrer Adresse bestellt, die neue ja nicht. Und die alte Adresse wird man nicht mehr verwenden können.”
Irgendwie ist er nicht glücklich damit. “Na, wenn Sie meinen? Die letzten Tage kommen ständig Paketdienste zu mir und bringen mir irgendwelche Päckchen. Dann hört das vielleicht ja endlich auf.”

Geschrieben von in Schnipsel | Kommentare (1) |

Verkabelung

Dienstag, 10. Juli 2007

Dieser Eintrag wird ein wenig technisch. Um Herauszufinden welche Problematik auf den Kunden zutreffen könnten, habe ich erstmal alle Möglichkeiten abklopfen wollen. Auf dem “Kasten” (der sich im Nachhin als DSL-Modem entpuppte) des Kunden ist ein Licht erloschen was sonst immer da war.

“Herr (Kundenname), können Sie mir sagen was die Statuslampen nun genau anzeigen?”
“Also.. ‘DSL’ leuchtet dauerhaft, ‘Power’ auch.. und ‘LAN’ ist aus.”
“Alles klar. Das Gerät ist per Kabel angeschlossen?”
“Ja.”

Meine Frage war leider viel zu ungenau.

“Schauen Sie doch mal bitte, ob das Kabel fest an beide Seiten eingestöpselt ist.”
“Ja, ist es.”
“Gut. Können Sie sehen ob dort, wo das Kabel am PC eingesteckt ist, ein Licht leuchtet?”
“Nein, am PC ist nichts eingesteckt.”
“Wo ist das Kabel eingesteckt?”
“Na, an dem Router, der an den WLAN-Accesspoint angeschlossen ist.”

*kopfkratz*

“Also… an dem Modem ist ein Router angeschlossen…”
“Ja.”
“… dieser wiederrum an einen WLAN-Accesspoint, also nochmal ein Router?”
“Genau.”
“Sie betreiben also WLAN?”
“Nein, mein PC nicht. Der ist mit dem Kabel angeschlossen.”
Herrgott. “Und wo?”
“An dem Switch. Das hat mir mal mein Sohn alles eingerichtet und lief wunderbar.”

“Aber der Switch…”
Meine Zeichnung auf der Schreibtischunterlage ging schon über den Rand.

“Der Switch ist dann mit einem Kabel an den Router oder den Accesspoint angeschlossen?”
“Der Switch hat seine eigene Antenne. Das war weil mein Sohn seine PCs über das Haus verteilt hat. Er ist aber jetzt ausgezogen und ich habe nur noch meinen Rechner.”
“Und Sie sitzen weiter weg im Haus?”
“Nein ich sitze direkt daneben.”
“Warum schliessen Sie dann kein Kabel direkt an das Modem? Oder an den Router?”
“Hm. Wie gesagt, es hat ja alles funktioniert bis jetzt.”

Geschrieben von in Wiedergekautes | Kommentare (2) |

Datenschutz

Sonntag, 08. Juli 2007

“Hallo, mein Name ist (Kundenname), ich habe (Problem). Können Sie mir da weiterhelfen?”
“Ja klar, sehr gerne. Dafür bräuchte ich zunächst Ihre Kundennummer, damit ich Sie aufrufen kann.”
“Ach, das ist nicht nötig, ich habe ja gar kein Vertragsproblem.”

*Seufz* Wäre ja auch zu einfach.

“Tut mir leid, ohne Kundennummer kann ich Ihnen nicht weiterhelfen, ich muss sie auch bei technischen Problemen zwingend weiterhelfen.”
“Na hören Sie mal, das dürfen Sie mich doch gar nicht fragen. Heisst doch immer, dass Mitarbeiter niemals nach persönlichen Dingen fragen dürfen. Außerdem zahl’ ich hier 14 Cent die Minute, da muss ich mir sowas doch nicht gefallen lassen.”

Mit solchen Kunden habe ich dann auch keine Lust mehr weiter zu sprechen. Zum Glück gibts Bausteine, bei denen ich genau weiss, dass er danach auflegt. So wie dieser hier:

“Herr (Kundenname), ich danke Ihnen für Ihre Offenheit. Ihr Anliegen verstehe ich voll und ganz. Allerdings ist es so, dass (Provider) nur seinen eigenen Kunden und nicht jedermann Support bieten möchte um mit der Qualität dieser Beratung Ihren Ansprüchen als Kunde immer gerecht zu bleiben. Daher ist es leider immer nötig, dass Sie sich hier mit Ihrer Kundennummer identifizieren.”

“So ein Theater habe ich nicht nötig! Unverschämtheit!” *klack*

Geschrieben von in Schnipsel | Kommentare (11) |

Wallraff berichtet über Call-Center

Samstag, 07. Juli 2007

Ich hoffe folgender Bericht bleibt noch einige Zeit auf den Seiten der ZEIT online. Günter Wallraff “undercover” im unseriösen Call-Center:

http://www.zeit.de/2007/22/Guenter-Wallraff

Geschrieben von in Allgemein | Keine Kommentare |

Technikereinsatz

Samstag, 07. Juli 2007

Wenn unbekannte Leute bei jemanden im Garten Arbeiten verrichten, die irgendwas mit Technik zu tun haben könnten, dann muss es natürlich ein Techniker vom Provider sein.

Anruf von einer aufgeregten Frau:
“Bei mir waren Techniker von Ihnen!”
“Aha? Da sehe ich hier keinen Eintrag. Was haben die denn gemacht?”
“Ja, passen Sie auf: Hier hat der Blitz bei uns im Garten eingeschlagen und einen Baum getroffen. Seitdem geht unser Telefon und das Internet nicht mehr. Die Techniker die dann gekommen sind haben herausgefunden, dass unser Telefonkabel unter unserem Garten herführt. Dann haben sie den Baum gefällt und klein gesägt und in den Bach neben unserem Haus geschmissen. Allerdings hat es jetzt die letzten Tage viel geregnet und durch den Baum ist der Bach über seine Ufer getreten und hat unseren Keller überschwemmt. Jetzt möchten wir, dass Sie die Kosten dafür übernehmen!”

“Äh… ich weiss ja nicht was das für Leute waren, aber Techniker von uns haben weder die Befugnis, noch die Schulung, geschweige denn das Werkzeug dazu um Bäume zu fällen. Haben sich die Leute denn nicht ausgewiesen?”

“Nein, wir dachten die kommen von ihnen. Die Rechnung haben sie uns direkt da gelassen.”

“Super, schauen Sie bitte auf die Rechnung und wenden sich dann bitte an die dort hinterlegten Kontaktmöglichkeiten. Sie werden feststellen, das waren nicht wir.”

Geschrieben von in Gibt's nicht,Irrläufer | Kommentare (1) |

Anruf hinter Gittern

Samstag, 07. Juli 2007

Man hat es oft, dass Kunden auch kündigen möchten. Sei es, weil der Mitbewerber billiger ist oder man mit dem aktuellen Provider viele Probleme hat(te). Allerdings gibt es noch andere Gründe:

“Guten Tag, mein Name ist (Anrufername), ich bin Bewährungshelfer von Herrn (Kundenname). Herr (Kundenname) möchte gerne den Telefonanschluss unter (Kundennummer) kündigen.”
“Alles klar, dann schaue ich mir das mal an. Oh, ich sehe gerade, das läuft gar nicht auf Herrn (Kundenname) sondern auf Frau (Kundenname). Das heisst wir brauchen ihre Einwilligung dafür, am besten schriftlich mit ihrer Unterschrift.”
“Oh, hmm. Hören Sie, das wird nicht möglich sein…”

Nun gut. Er sitzt im Gefängnis. Vermutlich hat er keinen Kontakt mehr zur Frau, oder sowas. Aber nein. Wie war das noch? Immer das Schlechteste im Menschen vermuten ;)

“Seine Frau kann das leider nicht mehr tun. Sie wurde von Herrn (Kundenname) umgebracht.”

Geschrieben von in Schnipsel | Kommentare (8) |