„Hallo, können Sie mir helfen? Der Vertrag ist gesperrt, ich möchte, dass er wieder freigegeben wird. Die Kundennummer lautet: (Kundennummer).“
„Ja gerne, einen kleinen Moment bitte. Hm… der Vertrag läuft nicht auf Sie?“
„Ach nein, der Vertrag läuft auf Herrn (Kundenname).“
„Ist Herr (Kundenname) denn gerade zu sprechen?“
„Nee, der ist doch schon seit über 20 Jahren tot.“
Schluck. „Wie bitte?“
„Ja. Aber keine Sorge, den Vertrag habe ich gemacht.“
Pure Fassungslosigkeit. „Sie haben den Vertrag auf den Namen eines Toten abgeschlossen?“
„Das mache ich öfters so. Es ist eben die Macht der Gewohnheit, Herr (Kundenname) hat früher auch immer alles gemacht. Ist ja nicht so schlimm.“

Nicht so schlimm? Wenn ich das schon höre…
„Oh, in diesem Fall ist es leider doppelt schlimm: Davon abgesehen, dass ich vertragsrelevante Daten am Telefon nur mit dem Kunden selbst, also in diesem Falle ausschließlich mit Herrn (Kundenname) und keinesfalls mit Ihnen besprechen darf, wäre der Vertrag auch nichtig. D.h. wenn der Vertragsinhaber verstirbt wird der Vertrag per sofort gekündigt, bzw. wenn der Vertrag von Anfang an auf einen Verstorbenen bestellt wird, gilt er als nicht abgeschlossen.“

„Was? Das wusste ich ja gar nicht!“
Natürlich nicht. „Und jetzt?“

„Wenn Sie die bestellten Dienste wie Internetzugang, E-Mail und Hompage weiterhin nutzen möchten kontaktieren Sie bitte den Kundenservice, reichen die Sterbeurkunde ein und lassen den Vertrag auf sich umschreiben. Hierzu wird Ihnen ein Formular gesandt.“
„Aber Sie geben den Vertrag jetzt frei?“
Gelächter… „Äh… Nein.“