Kurz vor Dienstschluss (27 Sekunden um genau zu sein… aber nicht, dass ich auf die Uhr gucken würde, neinnein ;)) bekam ich noch einen Anruf von einem aufgeregten jungen Herren.

„Ich habe ein großes Problem. Ich kann keine E-Mails mehr rausschicken.“
„Dann schauen wir uns das mal an. Um welche E-Mail-Adresse geht es denn?“
„Naja um alle, von allen Providern.“
„Es geht nicht um eine von uns?“
„Nein, bei euch habe ich keine. Aber Sie sperren mir den Port 25, der für den E-Mail-Versand zuständig ist.“

„Warum sollten wir das denn tun?“
„Keine Ahnung, ist mir auch egal, aber machen Sie die Sperre raus. Ich werde ja wohl E-Mail-Adressen benutzen dürfen bei wem ich will.“

– … –

„Natürlich dürfen Sie das. Aber seien Sie versichert, dass es keine Portsperre auf E-Mail-Ports auf Ihrem Anschluss gibt.“
„Wer sagt das?“
„Na, ich.“
„Reicht mir nicht. Ich möchte, dass sofort ein Techniker nachschaut ob der Port gesperrt ist, das lässt sich ja äberprüfen.“

-Ein- und Ausatmen. So.-

„Aber natürlich, da haben Sie Recht. Wenn Sie möchten kann ich gerne sofort einen Techniker beauftragen. Allerdings muss ich Sie darauf hinweisen, dass wir Ihnen den Technikereinsatz berechnen, wenn sich herausstellen sollte, dass kein Fehler unsererseits vorliegt. Der Stundensatz wird nach Aufwand des Technikers berechnet. Da der Techniker hier unter anderem auch Radiusserver bearbeiten muss auf denen andere Kundenaccounts laufen, wird Ihnen eine vorläufige Aufwandspauschale inkl. Versicherung für die anderen Kundenaccounts berechnet. Den Stundensatz erfahren Sie dann vom Techniker direkt. Soll ich Sie gleich weiterverbinden?“

-Tut Tut Tut Tut-

Na also. Feierabend.