Polizisten, so sollte man meinen, sind mit den aktuell geltenden Regularien vertraut. Schließlich können sie Verstöße gegen diese ahnden. Aber peinlich für einen Polizisten ist bestimmt, auf einen Verstoß hingewiesen zu werden.
Im Rahmen des Gespräches half ich meinem Freund und helfer über WLAN online zu gehen. Ob er nun auf der Wache Dienst versah oder eben privat daheim erschloss sich mir nicht, aber er hielt es für wichtig sich als Polizist auszugeben.
Und jetzt kommt was kommen musste…

“Ich bin online!”, tönt es entzückt – lange genug rumgemacht haben wir ja auch.
Allerdings stellte sich raus, dass er zu einem anderen WLAN-Router verbunden war. Auf meinen Hinweis darauf reagierte er mit einem:
“Ach, macht doch nichts, Hauptsache es geht.”

Hm.. Wie gesagt, er sollte es wissen. Er klang auch noch nicht so alt, als dass er mit dem Medium Internet so gar nichts anfangen zu wissen schien. Also wies ich ihn auf die Strafbarkeit hin sich unerlaubt Zugang zu einem Computernetzwerk zu schaffen, abgesehen von den Leistungen, die er sich damit erschleicht (§§ 202a, 263a, 265a StGB*).
Darauf wurde ihm anders, was man an der Stimme hörte, die nach dem Online-Jubel plötzlich still wurde.

“Hm…”, überlegte er dennoch….
“Ja meinen Sie denn, dass man das nachprüfen kann?”
“Aber selbstverständlich. Der Router, auf dem Sie sich einloggen, kann nachprüfen wann sie wohin gesurft haben, wie oft Sie sich eingeloggt haben, und (blafasel, große Schuldgefühle hervorrufen).”
“Oh, Scheisse… OK, ich werde jetzt den PC ausmachen und einen Fachmann rufen, der sich das anguckt. Ich danke für Ihre Hilfe!”
“Och. Gerngeschehen.” :)


* Keine Rechtsberatung. Alle Angaben ohne Gewähr. Die Paragraphen wurden ausdrücklich nach Laienverständnis ausgewählt.