Das ist eine ziemlich blöde Situation, wenn der Internetzugang gestört ist. Ich weiss das selbst. Und natürlich verstehe ich auch, wenn man sich dann bei seinem Provider über diesen Zustand beschwert – und ich wäre auch der letzte, der eine Gutschrift für den -nachweisbaren- Störungszeitraum verwehren würde.
Allerdings versuchen viele Kunden darüber noch richtig Kohle rauszuholen.

„Ich werde Ihnen gerne eine Gutschrift auf der nächsten Rechnung für den Stärungszeitraum ausweisen.“
„Also wissen Sie, das Internet ist seit 16. Mai gestört.“
„Seit dem 16. Mai? Das wären ja 3 Monate?“
„Ja genau, seitdem geht hier ja auch nichts mehr.“
„Oh, wir haben Ihre Störungsmeldung hier am 03. August aufgenommen? Haben Sie sich vorher nicht gemeldet?“
„Nein, ich dachte Sie kriegen das schnell so hin. Sie wissen ja, wenn es nicht geht.“
„Hmm, das Problem ist, dass wir das nicht automatisch mitbekommen. Wie in unseren AGB beschrieben sind Mängel zeitnah anzuzeigen, damit wir schnell helfen können. Ich kann leider nur ab dem 03. August gutschreiben – das wären 4 Tage“
„WAAAS? Ich glaube Ihnen gehts wohl zu gut.“
-Kunde zetert herum, verlangt Vorgesetzten, dem ich natürlich nicht zustimme, weil hier nichts unklar ist. Verlangt meinen Namen; kein Problem.-
„Das ist eine ungeheure Frechheit. Ich werde mich über Sie beschweren.“
„Das steht Ihnen alles frei – aber was ist nun mit der Gutschrift? Soll ich diese anweisen?“, frage ich, weil mir das Gespräch schonwieder zu lange dauert.
„Nein, damit bin ich nicht einverstanden. Ich will den kompletten Zeitraum.“
„Kein Problem, dann veranlasse ich jetzt nichts.“
„Und dann?“
„Wie und dann? Nichts.“
-Stille.-
„Hm.. evtl. bin ich mit Gutschrift doch einverstanden…“

Aha.