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Familienangelegenheiten

Sonntag, 27. August 2006

Viele Kunden gehen, und das ist gut, immer äußerst vorbereitet in ein Gespräch. So auch ein älterer Herr, der seine Antworten wohl auswendig lernte, aber nicht genau wusste wann er diese einbringt. Jedenfalls halte ich ihm das zu Gute…

Denn auf meine Frage:
“Welches Gerät haben Sie denn dort?”

Antwortete er wahrheitsgemäß:
“Meine Tochter ist das.”

Geschrieben von in Schnipsel,Zitate | Kommentare (1) |

Bevor jemand verletzt wird

Samstag, 05. August 2006

Irgendwann winselte es aus meinem Headset:
“Sie müssen mir helfen”
Eine Kundin. Naja, nichts leichter als das. Und ich erfuhr, dass es in der Gegend der Kundin die letzten Tage schwer gestürmt hatte. Mehr noch: Das Land in ihrer Gegend ist sehr flach und die Telefonleitung geht über eine ß“berlandleitung.
Und diese droht zu bersten. Genauer:“Der Mast droht zu bersten”
Die Kundin klärt mich auf, dass sie nun nicht wisse, was sie tun solle und Angst davor hat was passiert wenn er bricht.
Da kann man natürlich die Angst verstehen… was, wenn jemand verletzt wird?
“Würde er denn irgendwie in ein Wohngebiet fallen und Schaden anrichten?”
“Naja.. eventuell.. aber wenn der Mast bricht, dann fällt ja auch Telefon und damit DSL aus, oder? Das müsste sich jemand anschauen
Daher wehte also der Wind.. Wie gut, dass ich auch da mein geballtes Wissen ausspielen konnte. Nach dem Hinweis, dass die Feuerwehr in diesem Fall ihr Ansprechpartner wäre und dem Nachschub, dass diese auch ihren Telefonanbieter für das Telefon, bzw. das DSL benachrichtigen, fand sie das richtig gut.

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Toleranzgrenze

Freitag, 04. August 2006

Der Computer ist nur so schlau, wie der Mensch, der ihn bedient, heisst es. Impliziert also, dass der Bediener generell Ahnung haben muss, da sonst keinerlei Funktionalität gewährleistet ist. So geschehen einem Kunden, der sich verbindlich Visitenkarten bestellte. Allerdings übersah der gute Mann, dass seine E-Mail-Adresse falsch angegeben war. Anstatt einem Bindestrich, übergab er die Adresse mit einem Punkt ins System. Da waren natürlich alle seine Vistenkarten dahin…

Nicht einmal den Hauch der Anerkennung seines Fehlers ließ der Herr verspüren als er mich anrief.
“Ich wollte nur kurz nachfragen ob das was macht, wenn da jetzt’n Punkt anstatt ‘nem Strich angegeben ist”
“Hm, ja, das ist eine komplett andere E-Mail-Adresse. Das heisst, dass man Sie nun nicht mehr erreichen wird.”

Das wollte er nicht hören. Echauffiert und empört beschwerte er sich über den Sachverhalt, dass Gross- und Kleinschreibung irrelevant ist, aber der blöde Strich und der kleine Punkt solche Auswirkungen haben. Ich hätte ihn nun noch mit Zeichentabellen langweilen können, aber nach seiner Explosion auf meinen Hinweis, dass er dieses Malheur durch manuelle Änderung auf jeder Karte verbessern könnte, sparte ich mir das. Er hat sich sowieso lieber geärgert. Computer 1, Human 0.

Geschrieben von in Mysterium: Internet | Keine Kommentare |