Manchmal, so merkte ich es spätestens in der Rechnungsstelle, begeben sich Menschen auf eine für sie unwürdige Stufe. Weitab vom Primaten, beschränken sie sich und ihre Intelligenz auf ein Mindestmaß – aber leider gerade noch so viel um mich telefonisch erreichen zu können. Solche Sachen sind dann auch weniger lustig, aber ich zähle sie dennoch zu den Dingen, die Aufmerksamkeit verdienen.

Bei Rechnungsfragen, so versuchte ich mir diesen Sachverhalt zwanghaft zu entschuldigen, ist die pure Angst Geld zu verlieren im Vordergrund. Doch was kann das bloß bei der technischen Hotline sein? Wirklich die Tage oder ein paar Wochen ohne Internet? Selbst wenn man, oder gerade weil man auf das Internet angewiesen ist (weil z.B. der Job dran hängt), ist man auf sowas vorbereitet, man erarbeitet sich Sicherheitslösungen.

Deswegen finde ich es unentschuldbar bei technischen Problemen auf eingangs genannte Unterprimatenstufe zurückzuwandern. Aber auch da wird man eines traurigen Besseren belehrt. Folgende Kundenaussage sollte man sich auf der Zunge ergehen lassen:

„Wenn ich nicht in 10 Minuten wieder DSL habe, dann platzt die Bombe. Im wahrsten Sinne des Wortes: Das können Sie als offizielle Bombendrohung verstehen, ich spreng‘ uns alle in die Luft!“

Natürlich war das Gespräch da sofort zu Ende. Aus Neugier schaute ich später nochmal in seine Hotlinekontakte rein und siehe da: Das nächste Mal wollte er nur noch kündigen. Puh, da haben wir ja noch mal Glück gehabt.